Sonntag 15th April 2012

by Ralf Schubert

Sonntag, 15.April

Jrmina Gestern morgen wollten wir wie geplant ausklarieren und am Abend auslaufen, heute morgen sind wir aber immer noch hier vor Anker, nach einer ziemlich regnerischen Nacht ohne Squalls. Ja wir haben auch ausklariert, alle Stempel erhalten und die recht hohen Gebuehren bezahlt. Der letzte Beamte von der Bundespolizei meinte allerdings, das Papier erlaube uns eine Auslauffrist von 48 Stunden, wir muessten ihm nur sagen, ob wir noch bleiben moechten oder nicht, den Rest regle er dann schon fuer uns. Verdutzt schauen wir uns an…eine solche Einladung muss man schon fast annehmen…damit war aber noch nicht Schluss. Er gab uns viele nuetzliche Tipps und da er ein Musikfreak ist, waren darunter auch Lokale fuer abendliche Musikveranstaltungen. Schlussendlich begleiteten uns die zwei Polizisten zu einem netten Lunch-Lokal und chauffierten uns zu einem weiteren sehr schoenen Strand. Die Polizei, hier mehr als nur dein Freund und Helfer!( Wir nannten die Zwei spasseshalber Jerry Cotton und Phil Decker) Gestern haben wir einen Buggy gemietet, ein klappriges Teil mit einem Motor, der lieber nicht arbeitete und immer wieder abstellte, aber wir haben doch einen grossen Teil der Insel und vor allem auch die Highlights gesehen. Den in der Hitliste seit acht Jahren schoensten Strand Brasiliens haben wir besucht, und es war wirklich der Hammer. Der Zugang recht abenteuerlich und nicht jedermanns Sache. Durch eine schmale Felsspalte gings ueber eine Leiter in die Tiefe, 50 Meter weiter unten sind wir an einem faszinierenden Ort. Sauberer feinster goldgelbener Sand, bizarre Felsformationen mit viel gruen und verschiedensten Voegeln, absolut klares tuerkisfarbenes Wasser mit spannender und nicht zu heftiger Brandungswelle und dazu kaum Leute…wir geniessen unser erstes Bad im warmen Suedatlantik. Bucht liegt hier neben Bucht an der geschuetzteren Nordseite der Insel. Die Qual der Wahl. Auf dem Kuestenwanderweg spazieren wir zu einigen anderen Buchten, treffen immer wieder interessante Leute. Es hat nicht sehr viele Touristen, alles Brasilianer, dafuer einige Leute, die hier in diesem Naturschutzgebiet zu Studienzwecken arbeiten, Delfinverhalten beobachten und Zaehlungen durchfuehren. Wir haben schon viele Delfine gesehen. Gestern morgen frueh war unser Schiff umgeben von ueber 100 kleineren und groesseren Exemplaren. Ein toller Anblick. Am Abend dann noch einen perfekten Sonnenuntergang in sehr nettem Ambiente, einem schoen gelegenen Lokal oberhalb des Hafens, ein wundervoller und aeusserst abwechslungsreicher Tag mit perfektem Abschluss. Heute ist Abend aber definitv Zeit zum Weiterziehen, weiter nach Suedwesten, bei Cabedelo in einen Flusslauf, dort liegt die Marina von Jacare. Vielleicht sind dort die Funkverbindungen auch wieder besser, momentan ist es doch recht schwierig, Mails zu empfangen und zu senden.

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